SPL Transpressor 1080
Art.Nr.: 217755
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SPL Transpressor 1080
Der Transpressor vereint erstmals die zwei wesentlichen Ansätze in der Dynamikbearbeitung: pegelunabhängige Transientenbearbeitung und pegelabhängige Kompressionstechnik. Die Verschmelzung beider Techniken in einem Bearbeitungskanal hebt die Grenzen der jeweiligen Einzelgeräte auf.
Duale Dynamikbearbeitung
Bereits Ende der 90er Jahre revolutionierte SPL die Dynamikbearbeitung von Audio-Signalen mit einer grundlegend neuen Technik. Der Transient Designer erlaubte erstmals den pegelunabhängigen Zugriff auf den Signalverlauf, um den Einschwingvorgang zu verstärken oder abzusenken und den Ausschwingvorgang eines Schallereignisses zu verlängern oder zu verkürzen. Damit war die bisher auf einen Einsatzpegel bezogene Dynamikbearbeitung um eine primär klanggestalterische Ebene erweitert worden, die sich allein an der Signalflanke orientiert.
Herkömmliche Kompressoren/Limiter arbeiten pegelabhängig. Stellt man sich einen idealisierten dynamischen Signalverlauf vor, beschreiben die Anstiegs- und Abfallflanken des Verlaufs die Form einer Glocke. Ein Kompressor/Limiter greift hier ab einem festzulegenden Einsatzschwellenwert (Threshold) ein. Dem bisherigen Signalverlauf wird nun ab diesem Einsatzwert durch eine Regelkennlinie ein anderer Verlauf vorgegeben. Diese Regelkennlinie wird durch weitere Parameter festgelegt. So kann man grundsätzlich Pegel begrenzen, weil Ihre Energie zu hoch ist, etwa um die Elektronik nicht zu übersteuern. Einzelsignale können gezielt bearbeitet werden – sowohl klanglich möglichst unauffällig, um sie unverfälscht, aber im Pegel angepasst in eine Mischung einzufügen, als auch bewusst klanglich von der Kompression geprägt, z. B. um eine Bass Drum durch Verdichtung prägnanter klingen zu lassen. In komplexen Signalen können Pegelspitzen begrenzt werden, so dass der Durchschnittspegel insgesamt angehoben werden kann. Ohne jetzt den gesamten Anwendungsbereich der Kompression ausmalen zu wollen, halten wir fest, dass die Bearbeitung immer am Einsatzpegel festgemacht wird.
Im Gegensatz dazu ist der Bezugspunkt für den Transient Designer nicht der Signalpegel, sondern die Form des Signalverlaufs. Sobald ein Signal einen Anschlag aufweist, wird es in die Bearbeitung einbezogen. Es ist daher egal, wie laut der Ton ist, er wird stets gleichermaßen vom Transient Designer bearbeitet.
Als Transiente bezeichnet man den ersten dynamischen Impuls eines Schallereignisses. Diese transienten Klanganteile treten auf, noch bevor ein Ton eine ganze Schwingung vollendet hat – und sie sind maßgeblich für die Klangerkennung. Es ist schließlich nicht so entscheidend, ob eine Snare-Drum laut oder leise gespielt wird, wir erkennen Ihren Klang in allen Fällen. Einflüsse auf die Transientenstruktur verändern daher ganz wesentlich den Charakter eines Klangs; der Transient Designer ist daher ein primär klanggestaltendes Dynamikwerkzeug. Würde man mit dem Kompressor diese Klanganteile bearbeiten wollen, müssen so extrem schnelle Parameter-Werte gesetzt werden, dass sie für den folgenden Teil des Signalverlaufs ungeeignet sind und unerwünschte Effekte (Pumpen) auftreten. Der Transient Designer ergänzt also die Dynamikbearbeitung des Kompressors exakt an der Stelle, wo die herkömmliche Technik an ihre Grenzen stößt.
Der Transpressor vereint nun diese beiden wesentlichen Techniken zur Dynamikbearbeitung. Für sich schon jeweils mächtige Werkzeuge, ist ihre Verschmelzung weit mehr als die Summe der Teile. Die direkte Interaktion in frei wählbarer Reihenfolge ergibt neuartige Effekte und weitreichendere Eingriffe, als sie bisher möglich waren. So reagiert der Kompressor natürlich anders, wenn die Transientenstruktur zuvor mit dem Transient Designer bearbeitet wird. Umgekehrt behält ein komprimiertes Signal durch Betonung der Transientenstruktur seinen klanglichen Charakter – oder gewinnt noch hinzu.
So wird bei der Arbeit mit dem Transpressor schlagartig klar, wie vorteilhaft es ist, endlich frei auf beiden Ebenen der Dynamikbearbeitung arbeiten zu können. Im Studio- und Live-Betrieb beispielsweise steht man oft vor der Aufgabe, bei perkussiven Signalen (Snare, Bass-Drum ...) Transienten zu bearbeiten und dann den Klang durch Kompression zu verdichten. Einzelgeräte müssen dazu gezielt zusammengestellt werden, mit dem Transpressor ist das dagegen eine naheliegende Alltagsaufgabe. Soll aber im Interesse eines konstanten Pegels doch zunächst komprimiert und anschließend die Transientenstruktur bearbeitet werden, schaltet man auf Knopfdruck den Kompressor vor den Transient Designer. Gleiches gilt für alle anderen, dynamischen kritischen bzw. anspruchsvollen Signale: der Transpressor ist ein extrem flexibles und vielseitiges Dynamikwerkzeug – neben allen perkussiven Instrumenten insbesondere auch für E-Bass und Gitarren.
Transient Designer
Als Transiente wird der erste Impuls des Einschwingens bezeichnet. Der Transient Designer erlaubt die Gestaltung des folgenden Signalverlaufs. Dazu wird mit nur zwei Reglern der Ein- und Ausschwingvorgang verstärkt oder abgeschwächt. Zu den primären Anwendungen gehören die Klanggestaltung perkussiver Instrumente, die Hervorhebung oder Reduktion von Transienten bei Saiteninstrumenten oder Konsonanten bei Stimmen usw.
Twin Core Compressor
Der Kompressor basiert auf unserer bewährten Zwillingskern-Schaltung, die sehr geringe Verzerrungsdaten aufweist. Mit Threshold, Ratio, Attack, Release und Make-Up stehen alle klassischen Regelparameter bereit. Eine zuschaltbare Automatik für Attack und Release richtet wie ein Tempomat die Regelung am Eingangssignal aus.
Zur gezielten Kompression bestimmter Frequenz- bzw. Instrumentenbereiche können zwei Tiefpässe im Bassbereich und ein Bandpass im Mittenbereich ausgewählt werden.
Über den Side-Chain-Eingang können externe Signale den Kompressors regeln. Ein Dry/Wet-Regler legt die Balance zwischen Eingangs- und Effektsignal fest.
Transpressor
Der Transpressor ist einkanalig aufgebaut, für Stereobearbeitungen können zwei Geräte verknüpft werden. Die Interaktion von Transientenbearbeitung und Kompression erlaub vielseitige und wirkungsstarke Eingriffe in die Signalstrukturen. Die Reihenfolge der beiden Module ist dabei nicht vorgegeben. So können z. B. mit dem Transient Designer stark betonte Einschwingvorgänge präzise komprimiert werden, umgekehrt aber auch Transienten nach der Kompression wieder hervorgehoben werden.
Technische Daten:
Einsatz:
Anwendung:
Der Transpressor vereint erstmals die zwei wesentlichen Ansätze in der Dynamikbearbeitung: pegelunabhängige Transientenbearbeitung und pegelabhängige Kompressionstechnik. Die Verschmelzung beider Techniken in einem Bearbeitungskanal hebt die Grenzen der jeweiligen Einzelgeräte auf.
Duale Dynamikbearbeitung
Bereits Ende der 90er Jahre revolutionierte SPL die Dynamikbearbeitung von Audio-Signalen mit einer grundlegend neuen Technik. Der Transient Designer erlaubte erstmals den pegelunabhängigen Zugriff auf den Signalverlauf, um den Einschwingvorgang zu verstärken oder abzusenken und den Ausschwingvorgang eines Schallereignisses zu verlängern oder zu verkürzen. Damit war die bisher auf einen Einsatzpegel bezogene Dynamikbearbeitung um eine primär klanggestalterische Ebene erweitert worden, die sich allein an der Signalflanke orientiert.
Herkömmliche Kompressoren/Limiter arbeiten pegelabhängig. Stellt man sich einen idealisierten dynamischen Signalverlauf vor, beschreiben die Anstiegs- und Abfallflanken des Verlaufs die Form einer Glocke. Ein Kompressor/Limiter greift hier ab einem festzulegenden Einsatzschwellenwert (Threshold) ein. Dem bisherigen Signalverlauf wird nun ab diesem Einsatzwert durch eine Regelkennlinie ein anderer Verlauf vorgegeben. Diese Regelkennlinie wird durch weitere Parameter festgelegt. So kann man grundsätzlich Pegel begrenzen, weil Ihre Energie zu hoch ist, etwa um die Elektronik nicht zu übersteuern. Einzelsignale können gezielt bearbeitet werden – sowohl klanglich möglichst unauffällig, um sie unverfälscht, aber im Pegel angepasst in eine Mischung einzufügen, als auch bewusst klanglich von der Kompression geprägt, z. B. um eine Bass Drum durch Verdichtung prägnanter klingen zu lassen. In komplexen Signalen können Pegelspitzen begrenzt werden, so dass der Durchschnittspegel insgesamt angehoben werden kann. Ohne jetzt den gesamten Anwendungsbereich der Kompression ausmalen zu wollen, halten wir fest, dass die Bearbeitung immer am Einsatzpegel festgemacht wird.
Im Gegensatz dazu ist der Bezugspunkt für den Transient Designer nicht der Signalpegel, sondern die Form des Signalverlaufs. Sobald ein Signal einen Anschlag aufweist, wird es in die Bearbeitung einbezogen. Es ist daher egal, wie laut der Ton ist, er wird stets gleichermaßen vom Transient Designer bearbeitet.
Als Transiente bezeichnet man den ersten dynamischen Impuls eines Schallereignisses. Diese transienten Klanganteile treten auf, noch bevor ein Ton eine ganze Schwingung vollendet hat – und sie sind maßgeblich für die Klangerkennung. Es ist schließlich nicht so entscheidend, ob eine Snare-Drum laut oder leise gespielt wird, wir erkennen Ihren Klang in allen Fällen. Einflüsse auf die Transientenstruktur verändern daher ganz wesentlich den Charakter eines Klangs; der Transient Designer ist daher ein primär klanggestaltendes Dynamikwerkzeug. Würde man mit dem Kompressor diese Klanganteile bearbeiten wollen, müssen so extrem schnelle Parameter-Werte gesetzt werden, dass sie für den folgenden Teil des Signalverlaufs ungeeignet sind und unerwünschte Effekte (Pumpen) auftreten. Der Transient Designer ergänzt also die Dynamikbearbeitung des Kompressors exakt an der Stelle, wo die herkömmliche Technik an ihre Grenzen stößt.
Der Transpressor vereint nun diese beiden wesentlichen Techniken zur Dynamikbearbeitung. Für sich schon jeweils mächtige Werkzeuge, ist ihre Verschmelzung weit mehr als die Summe der Teile. Die direkte Interaktion in frei wählbarer Reihenfolge ergibt neuartige Effekte und weitreichendere Eingriffe, als sie bisher möglich waren. So reagiert der Kompressor natürlich anders, wenn die Transientenstruktur zuvor mit dem Transient Designer bearbeitet wird. Umgekehrt behält ein komprimiertes Signal durch Betonung der Transientenstruktur seinen klanglichen Charakter – oder gewinnt noch hinzu.
So wird bei der Arbeit mit dem Transpressor schlagartig klar, wie vorteilhaft es ist, endlich frei auf beiden Ebenen der Dynamikbearbeitung arbeiten zu können. Im Studio- und Live-Betrieb beispielsweise steht man oft vor der Aufgabe, bei perkussiven Signalen (Snare, Bass-Drum ...) Transienten zu bearbeiten und dann den Klang durch Kompression zu verdichten. Einzelgeräte müssen dazu gezielt zusammengestellt werden, mit dem Transpressor ist das dagegen eine naheliegende Alltagsaufgabe. Soll aber im Interesse eines konstanten Pegels doch zunächst komprimiert und anschließend die Transientenstruktur bearbeitet werden, schaltet man auf Knopfdruck den Kompressor vor den Transient Designer. Gleiches gilt für alle anderen, dynamischen kritischen bzw. anspruchsvollen Signale: der Transpressor ist ein extrem flexibles und vielseitiges Dynamikwerkzeug – neben allen perkussiven Instrumenten insbesondere auch für E-Bass und Gitarren.
Transient Designer
Als Transiente wird der erste Impuls des Einschwingens bezeichnet. Der Transient Designer erlaubt die Gestaltung des folgenden Signalverlaufs. Dazu wird mit nur zwei Reglern der Ein- und Ausschwingvorgang verstärkt oder abgeschwächt. Zu den primären Anwendungen gehören die Klanggestaltung perkussiver Instrumente, die Hervorhebung oder Reduktion von Transienten bei Saiteninstrumenten oder Konsonanten bei Stimmen usw.
Twin Core Compressor
Der Kompressor basiert auf unserer bewährten Zwillingskern-Schaltung, die sehr geringe Verzerrungsdaten aufweist. Mit Threshold, Ratio, Attack, Release und Make-Up stehen alle klassischen Regelparameter bereit. Eine zuschaltbare Automatik für Attack und Release richtet wie ein Tempomat die Regelung am Eingangssignal aus.
Zur gezielten Kompression bestimmter Frequenz- bzw. Instrumentenbereiche können zwei Tiefpässe im Bassbereich und ein Bandpass im Mittenbereich ausgewählt werden.
Über den Side-Chain-Eingang können externe Signale den Kompressors regeln. Ein Dry/Wet-Regler legt die Balance zwischen Eingangs- und Effektsignal fest.
Transpressor
Der Transpressor ist einkanalig aufgebaut, für Stereobearbeitungen können zwei Geräte verknüpft werden. Die Interaktion von Transientenbearbeitung und Kompression erlaub vielseitige und wirkungsstarke Eingriffe in die Signalstrukturen. Die Reihenfolge der beiden Module ist dabei nicht vorgegeben. So können z. B. mit dem Transient Designer stark betonte Einschwingvorgänge präzise komprimiert werden, umgekehrt aber auch Transienten nach der Kompression wieder hervorgehoben werden.
Technische Daten:
- Side Chain-Eingang: 6,3-mm-Monoklinke (TS)
- Max. Ausgangspegel: 21 dBu
- Bandpass: 800 Hz-3,1 kHz, 12 dB/Oktave
- Leistungsaufnahme: 19 VA
- Tiefe mit Reglern und Buchsen: 263 mm
- Gleichtaktunterdrückung: › 60 dB (bei 1 kHz, 0 dBu Eingangspegel und Verstärkungsfaktor 1)
- Dynamikumfang (unbewertet): Transient Designer: 114,5 dB, Compressor: 114,5 dB, Insgesamt: 112,5 dB
- Tiefpass 1: 100 Hz, 18 dB/Oktave
- Klirrfaktor Transient Designer: 0,004, Twin Core Compressor: 0,005 (in Prozent, bei 1 kHz, 0 dBu Eingangspegel und Verstärkungsfaktor 1)
- Gehäuse (B x H x T): 482 x 88 x 239 mm
- Gewicht: 3,8 kg
- Ausgänge: XLR und 6,3-mm-Stereoklinke (TRS)
- Ringkerntransformator
- Sicherungen: 230 V AC, 50 Hz: 315 mA, 120 V AC, 60 Hz: 630 mA
- Eingangsimpedanz: 10 kOhm sym., 5 kOhm unsym., Side Chain ca. 80 kOhm
- Stereo Link/Slave: RJ 45, für Kabeltyp 568 A
- Maximaler Eingangspegel: 20,5 dBu bei +4 dBu, 13,2 dBu bei -10 dBV
- Elektronisch symmetrierte Instrumentationsverstärker
- Spannungswahlschalter: 115V/230V
- Tiefpass 2: 540 Hz,18 dB/Oktave
- Nominaler Eingangspegel: +4 dBu/-10 dBV
- Eingänge: XLR und 6,3-mm-Stereoklinke (TRS)
- Fremdspannungsabstand (A-bewertet): Transient Designer: -96,4 dB, Compressor: -96,5 dB, Insgesamt: 94,6 dB
- Frequenzumfang (-3 dB): 10 Hz bis › 200 kHz
- Ausgangsimpedanz: 150 Ohm sym., 75 Ohm unsym.
Einsatz:
- Live und im Studio als sehr flexibles und vielseitiges, einkanaliges Dynamikwerkzeug
- Link-Funktion für Stereo-Bearbeitungen mit zwei Geräten
Anwendung:
- Als Transient Designer
- Die Paradedisziplin für die Verwendung beider Module ist die Bearbeitung dynamischer Signale wie perkussive Instrumente, Bass- und Gitarrenspuren, Piano usw.
- Als Kompressor
- Umfassende, korrektive und klanggestaltende Dynamikbearbeitung aller Instrumente und Stimmen
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