Eine Stimme oder ein einzelnes Instrument
Ein Mikrofon benötigt einen Mikrofoneingang. Eine direkt angeschlossene passive E-Gitarre benötigt einen geeigneten Instrumenten- beziehungsweise Hi-Z-Eingang.
Für Gesang und Gitarre reichen oft zwei Eingänge. Ein Stereo-Synthesizer belegt bereits zwei Kanäle, Gesang plus Stereo-Keyboard drei. Bei Schlagzeug, Band oder einem größeren Hardware-Studio werden vier, acht oder noch mehr Eingänge schnell sinnvoll. Entscheidend ist, welche Signale du gleichzeitig aufnehmen möchtest.
Genau diese Frage entscheidet über die benötigte Kanalzahl. In deiner DAW kannst du später beliebig viele Spuren nacheinander aufnehmen. Beim Audiointerface zählt dagegen, wie viele physische Signale im gleichen Moment hineingehen sollen.
Ein Mikrofon benötigt einen Mikrofoneingang. Eine direkt angeschlossene passive E-Gitarre benötigt einen geeigneten Instrumenten- beziehungsweise Hi-Z-Eingang.
Möchtest du gleichzeitig singen und Gitarre aufnehmen, sind zwei passende Kanäle ideal. Das ist eines der klassischen Singer-Songwriter-Setups.
Ein Synthesizer mit linkem und rechtem Ausgang benötigt zwei Line-Eingänge. Ein einziges Stereo-Instrument kann damit bereits ein komplettes 2-Kanal-Interface belegen.
Für ein Gesangsmikrofon und ein Keyboard in Stereo werden drei Eingänge gleichzeitig benötigt. Ein Interface der 4-Kanal-Klasse schafft hier die nötige Reserve.
Mehrere Sprecher, zwei Musiker oder eine Kombination aus Mikrofonen und Stereo-Hardware sind typische Gründe für vier gleichzeitig nutzbare Eingänge.
Bassdrum, Snare, Overheads und weitere Trommeln benötigen jeweils eigene Mikrofonkanäle. Auch eine Bandaufnahme erreicht deshalb sehr schnell acht oder mehr Eingangssignale.
Die Zahl auf dem Datenblatt reicht allein nicht aus. Entscheidend ist zusätzlich, welche Signalart der jeweilige Eingang verarbeiten kann.
Für Mikrofone wird ein Mikrofonvorverstärker benötigt. Kondensatormikrofone brauchen häufig zusätzlich 48-V-Phantomspeisung. Wer vier Mikrofone gleichzeitig einsetzen möchte, sollte deshalb gezielt nach vier Mic-Preamps suchen.
Synthesizer, Drumcomputer, externe Preamps und viele Effektgeräte liefern Line-Pegel. Für einen Stereo-Synth werden zwei Line-Eingänge benötigt – links und rechts.
Passive E-Gitarren und E-Bässe werden direkt an einen hochohmigen Instrumenteneingang angeschlossen. Dieser kann bei vielen Interfaces am Kombi-Eingang umgeschaltet werden.
ADAT, S/PDIF oder andere Digitalanschlüsse übertragen bereits digitalisierte Signale. Sie können die Gesamtzahl der verfügbaren Kanäle erhöhen, benötigen jedoch passende externe Hardware.
Eine XLR/Klinke-Kombibuchse sieht nach zwei Anschlüssen aus, bildet aber normalerweise nur einen Eingangskanal. Du kannst dort je nach Ausstattung beispielsweise ein XLR-Mikrofon, ein Line-Signal oder ein Instrument anschließen – aber nicht gleichzeitig zwei Signale über dieselbe Buchse aufnehmen.
Prüfe getrennt die Angaben zu Mic Inputs, Line Inputs, Instrument Inputs und Digital Inputs. Ein Gerät mit vier Eingängen insgesamt muss nicht vier Mikrofonvorverstärker besitzen.
Nicht die größte I/O-Zahl kaufen – sondern die richtigen Eingänge für deine tatsächlichen Quellen.
Die Tabelle zeigt typische Beispiele. Entscheidend bleibt immer die tatsächliche Anschlussart deiner Instrumente und Mikrofone.
| Aufnahme | Benötigte Signale | Passende Klasse | Darauf achten |
|---|---|---|---|
| Gesang | 1 Mikrofon | 1–2 Eingänge | Mic-Preamp, ggf. 48 V |
| Gesang + Gitarre | 2 Monoquellen | 2 Eingänge | Mic + Hi-Z |
| Stereo-Synthesizer | 2 Line-Signale | 2 Eingänge | 2 Line-Inputs |
| Gesang + Stereo-Synth | 3 Signale | 4 Eingänge | Mic + 2 Line |
| Podcast mit 4 Personen | 4 Mikrofone | 4+ Eingänge | 4 echte Mic-Preamps |
| Kleine Drum-Mikrofonierung | 4–6 Mikrofone | 6–8 Eingänge | genügend Mic-Preamps |
| Band / Drumset | 8 oder mehr Signale | 8+ Eingänge | ADAT-Erweiterung sinnvoll |
Zwei Eingänge sind ideal für viele klassische Homestudio-Aufgaben: Gesang und Gitarre, zwei Mikrofone, ein Stereo-Keyboard oder das nacheinander eingespielte Producing-Setup. Wer hauptsächlich allein arbeitet, bekommt damit viel Funktion auf wenig Schreibtischfläche.
Vier Eingänge sind besonders interessant, wenn dein Studio über das klassische Gesang-und-Gitarre-Setup hinauswächst. Ein Stereo-Synthesizer plus Gesang oder Gitarre, mehrere Hardware-Klangerzeuger oder kleine Sessions lassen sich komfortabler verkabeln. Achte jedoch darauf, wie sich die vier Eingänge technisch zusammensetzen.
Mehrkanal-Interfaces spielen ihre Stärke aus, sobald mehrere Musiker gleichzeitig aufgenommen werden, ein Drumset mikrofoniert wird oder viele Hardware-Instrumente dauerhaft verkabelt bleiben sollen. Hier zählt besonders die Zahl der tatsächlich vorhandenen Mikrofonvorverstärker.
Wenn dein Studio wachsen soll, kann ein digital erweiterbares Interface langfristig sinnvoller sein als ein Gerät, dessen analoge Eingänge bereits vollständig belegt sind.
Über ADAT lassen sich kompatible Mikrofonvorverstärker oder AD/DA-Wandler digital mit dem Hauptinterface verbinden. Damit können zusätzliche Mikrofone oder Line-Signale in dasselbe Recording-System integriert werden. Gerade für Schlagzeugaufnahmen, Bands oder größere Synthesizer-Setups ist das interessant.
Wichtig: Die über ADAT verfügbare Kanalzahl hängt unter anderem von der verwendeten Sample-Rate und von der konkreten Geräteausstattung ab. Wer hochauflösend arbeitet, sollte deshalb vor dem Kauf prüfen, wie viele digitale Kanäle das gewünschte Interface bei der bevorzugten Sample-Rate tatsächlich bereitstellt.
Mehr Eingänge helfen wenig, wenn mehrere Musiker anschließend nicht sinnvoll abhören können. Bei größeren Sessions solltest du deshalb gleichzeitig die Ausgangsseite planen.
Ein Stereo-Monitorpaar benötigt zwei Ausgänge. Zusätzliche Monitorpaare oder externe Signalwege benötigen entsprechend weitere Ausgänge.
Zwei Musiker möchten häufig unterschiedliche Lautstärkeverhältnisse hören. Separate Kopfhörerausgänge und flexibel routbare Ausgangspaare sind dann besonders praktisch.
Möchtest du Signale aus der DAW in externe Effekte, Reamping-Geräte oder weiteres Studioequipment schicken, solltest du zusätzliche Line-Ausgänge einplanen.
Viele Hersteller bieten vom kompakten Zwei-Kanal-Gerät bis zum professionellen Mehrkanal-Interface unterschiedliche Größen innerhalb ihrer Produktfamilien.
Scarlett- und weitere Recording-Lösungen vom kompakten Desktop- bis zum Mehrkanal-Setup.
Interfaces für kleine Studios, mobile Produktion und umfangreiche Audio-I/O-Systeme.
Kompakte und professionelle Interfaces mit umfangreichen Routing- und Digitaloptionen.
Recording- und Produktionslösungen für Homestudio, Content und Musikproduktion.
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Desktop- und Rack-Lösungen für anspruchsvolle Recording-Workflows.
Audiointerfaces für Gitarristen, Musiker und moderne Recording-Setups.
Recording-Technik und Interfaces für Musikproduktion, Sprache und Mehrkanal-Anwendungen.
Für viele Homestudios ja. Wenn du hauptsächlich allein arbeitest und Gesang, Gitarre oder ein Stereo-Instrument aufnimmst, sind zwei Eingänge sehr flexibel. Weitere Spuren kannst du anschließend nacheinander einspielen.
In der Regel zwei: einen Mikrofoneingang für den Gesang und einen geeigneten Instrumenten- beziehungsweise Hi-Z-Eingang für die Gitarre. Wird die Gitarre stattdessen mit Mikrofon aufgenommen, werden zwei Mikrofonvorverstärker benötigt.
Stereo besteht aus einem linken und einem rechten Audiokanal. Möchtest du den vollständigen Stereo-Sound eines Keyboards, Synthesizers oder Drumcomputers aufnehmen, werden deshalb zwei Line-Eingänge belegt.
Nein. Die vier Eingänge können beispielsweise aus zwei Mic/Line-Kombibuchsen und zwei zusätzlichen Line-Eingängen bestehen. Wenn du vier Mikrofone gleichzeitig aufnehmen möchtest, musst du ausdrücklich auf vier Mikrofonvorverstärker achten.
Das hängt vor allem von der Zahl der gleichzeitig verwendeten Mikrofone ab. Zwei Personen mit zwei XLR-Mikrofonen benötigen zwei Mic-Preamps. Bei vier Personen sind vier gleichzeitig nutzbare Mikrofonkanäle sinnvoll.
Das hängt von der gewünschten Mikrofonierung ab. Eine reduzierte Aufnahme kann mit wenigen Mikrofonen funktionieren. Für Kick, Snare, mehrere Toms, Hi-Hat und Overheads werden dagegen schnell acht oder mehr Mikrofonkanäle benötigt.
Bei entsprechend ausgestatteten Interfaces ja. Digitale Anschlüsse wie ADAT ermöglichen die Verbindung mit kompatiblen externen Vorverstärkern und Wandlern. Prüfe dabei die unterstützte Kanalzahl und Sample-Rate des konkreten Geräts.
Eine kleine Reserve ist sinnvoll, wenn bereits absehbar ist, dass weitere Synthesizer, Mikrofone oder Musiker hinzukommen. Zusätzliche Kanäle nur für einen theoretischen späteren Bedarf sind dagegen nicht automatisch besser. Erweiterbarkeit kann hier die flexiblere Alternative sein.
USB-Interfaces, Soundkarten und Audiowandler für unterschiedliche Kanalzahlen.
Aktive Nahfeld- und Studiomonitore für Recording, Mixing und Produktion.
Zusätzliche MIDI-Ports für Synthesizer, Drumcomputer und größere Hardware-Setups.
Mikrofone, Monitore, Recording-Technik, MIDI und weiteres Equipment kombinieren.
Wie viele Eingänge dein Audiointerface benötigt, hängt nicht von der späteren Zahl deiner DAW-Spuren ab, sondern von den gleichzeitig aufzunehmenden Signalen. Zwei Eingänge sind für Solo-Musiker, Gesang und Gitarre oder einen Stereo-Synthesizer häufig ausreichend. Vier Eingänge geben mehr Freiheit für Hardware, mehrere Musiker oder Kombinationen aus Mikrofon- und Stereo-Signalen. Bei Schlagzeug, Bandaufnahmen und umfangreichen Studios werden sechs, acht oder mehr Kanäle interessant.
Zusätzlich zur reinen Zahl solltest du zwischen Mikrofon-, Line-, Instrumenten- und Digitaleingängen unterscheiden. Wer vier Mikrofone anschließen möchte, benötigt vier geeignete Mikrofonvorverstärker. Für zwei Stereo-Synthesizer sind dagegen vier Line-Eingänge entscheidend. Soll dein Setup später wachsen, können ADAT und andere digitale Erweiterungsmöglichkeiten besonders wertvoll sein.
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