Gesang oder Sprache
Für eine einzelne Stimme genügt meist ein guter Mikrofoneingang. Bei einem Kondensatormikrofon sollte 48-V-Phantomspeisung vorhanden sein.
Ein Audiointerface verbindet Mikrofone, Instrumente, Synthesizer und Studiomonitore mit deinem Computer oder Mobilgerät. Entscheidend sind nicht möglichst viele technische Daten, sondern die richtigen Ein- und Ausgänge für das, was du tatsächlich aufnehmen möchtest.
Zähle alle Quellen, die gleichzeitig aufgenommen werden sollen. Die spätere Zahl der Spuren in deiner DAW ist dafür nicht entscheidend.
Für eine einzelne Stimme genügt meist ein guter Mikrofoneingang. Bei einem Kondensatormikrofon sollte 48-V-Phantomspeisung vorhanden sein.
Zwei Eingänge geben dir deutlich mehr Freiheit. Für E-Gitarre oder Bass ist ein schaltbarer Instrumenten- beziehungsweise Hi-Z-Eingang sinnvoll.
Ein Stereo-Synthesizer benötigt bereits zwei Line-Eingänge. Bei mehreren Synths, Drumcomputern oder Effektgeräten lohnt sich zusätzliche Anschlussreserve.
Mehrere Musiker oder ein mikrofoniertes Drumset benötigen schnell vier, acht oder mehr simultane Kanäle. Hier werden Erweiterbarkeit und Routing besonders wichtig.
Zwei Kombi-Eingänge, Hi-Z, Kopfhörerausgang und Direct Monitoring bilden eine flexible Basis für Gesang, Akustik- und E-Gitarre.
Zwei Mikrofoneingänge und Loopback sind besonders praktisch, wenn Sprache, Musik, Videos oder andere Computer-Signale gemeinsam verarbeitet werden sollen.
Mehrere Line-Eingänge sparen ständiges Umstecken. Klassische MIDI-Buchsen sind hilfreich, wenn Hardware ohne eigene USB-Verbindung eingebunden wird.
Ein Hi-Z-Eingang nimmt passive Gitarren und Bässe direkt auf. Amp-Simulationen und Effekte können anschließend in der Recording-Software genutzt werden.
Vier oder mehr analoge Eingänge sind der Einstieg. Für umfangreiche Mikrofonierung sind acht Preamps oder ein über ADAT erweiterbares System komfortabler.
Kompakte, busgespeiste Interfaces benötigen wenig Platz. Prüfe vor dem Kauf trotzdem Betriebssystem, Stromversorgung und die unterstützten Mobilgeräte.
Die richtige Buchse ist wichtiger als eine möglichst hohe Sample-Rate. Plane dein Interface vom Mikrofon, Instrument und Monitor aus.
Mikrofone benötigen einen Mic-Preamp. Kondensatormikrofone werden häufig über 48-V-Phantomspeisung versorgt. Bei mehreren Mikrofonen zählt deshalb die Zahl der gleichzeitig verfügbaren Preamps.
Passive E-Gitarren und E-Bässe gehören an einen Instrumenteneingang. Ein normaler Line-Eingang ist für diese Signalart nicht automatisch der passende Ersatz.
Synthesizer, Drumcomputer, Preamps und viele Effektgeräte arbeiten mit Line-Pegel. Ein Stereo-Gerät belegt in der Regel zwei analoge Eingänge.
Ein Stereo-Monitorausgang und ein Kopfhöreranschluss reichen für einfache Setups. Zwei getrennt regelbare Kopfhörerwege oder zusätzliche Line-Ausgänge werden bei Duo-Aufnahmen und größeren Studios wertvoll.
MIDI-DIN verbindet Synthesizer, Drumcomputer und andere Hardware ohne Umweg über zusätzliche MIDI-Interfaces. Loopback führt Computer-Audio intern wieder als Aufnahmesignal zurück und erleichtert Streaming, Tutorials und Podcast-Produktionen. ADAT ermöglicht bei dafür ausgestatteten Interfaces die spätere Erweiterung um zusätzliche digitale Ein- und Ausgänge.
Schreibe alle Geräte deines geplanten Setups auf und ordne jedem Gerät seine benötigten Buchsen zu. So erkennst du sofort, ob zwei Eingänge reichen oder ob ein größeres System langfristig günstiger ist.
Erst Quellen und Anschlüsse zählen, danach Komfortfunktionen und technische Spitzenwerte vergleichen.
| Einsatz | Typischer Bedarf | Wichtige Funktionen | Sinnvolle Klasse |
|---|---|---|---|
| Voice / Gesang | 1 Mikrofon | XLR, Preamp, 48 V, Kopfhörer | 1–2 Eingänge |
| Gesang + Gitarre | 2 Signale | XLR, Hi-Z, Direct Monitoring | 2 Eingänge |
| Podcast zu zweit | 2 Mikrofone | 2 Preamps, Loopback, guter Kopfhörerweg | 2–4 Eingänge |
| Synth-Setup | mehrere Line-Signale | Line-I/O, MIDI, Routing | 4–16 Eingänge |
| Band / Drums | 4–8+ Signale | mehrere Preamps, Kopfhörermixe, ADAT | Mehrkanal-Interface |
| Pro-Studio | komplexes Routing | digitale I/O, viele Ausgänge, DSP, Erweiterbarkeit | Desktop oder 19-Zoll |
USB ist für die meisten Homestudios und mobilen Setups der flexible Standard. Thunderbolt kommt bei ausgewählten professionellen Systemen zum Einsatz. PCIe eignet sich für stationäre Rechner, während reine Audiowandler besonders für umfangreiche digitale und professionelle Studioumgebungen interessant sind.
Große Auswahl vom kompakten Einsteigergerät bis zum Mehrkanal-Studiointerface.
USB-InterfacesFür kompatible Rechner und professionelle Systeme mit entsprechender Schnittstelle.
Thunderbolt entdeckenInterne Lösungen für fest konfigurierte Studiorechner und spezielle digitale Setups.
PCIe ansehenWandler und digitale Schnittstellen für professionelle Routing- und Erweiterungsaufgaben.
AudiowandlerDie folgenden Modelle zeigen verschiedene Wege vom kompakten Einzelplatz bis zum ausbaufähigen Studio. Entscheidend bleibt immer dein konkreter Anschlussbedarf.
Plane die maximale Zahl gleichzeitig benötigter Quellen und etwas Reserve.
Ein Stereo-Keyboard oder Synthesizer benötigt normalerweise zwei Line-Kanäle.
Mikrofon, Line-Signal und passive Gitarre stellen unterschiedliche Anforderungen.
Bei mehreren Musikern werden getrennte Kopfhörerwege schnell wichtiger als Zusatzfunktionen.
ADAT und zusätzliche Line-I/O können einen späteren Neukauf des gesamten Interfaces vermeiden.
Für Gesang, Gitarre und einfache Homestudio-Aufnahmen reichen meist ein oder zwei Eingänge. Wichtiger als eine große Kanalzahl sind passende Mic- und Instrumenteneingänge, ein gut erreichbarer Kopfhöreranschluss und eine unkomplizierte Bedienung.
Entscheidend ist die Zahl gleichzeitig aufzunehmender Signale. Gesang plus Gitarre benötigt zwei Kanäle, ein Stereo-Synth ebenfalls zwei. Für mehrere Musiker oder ein Schlagzeug werden vier, acht oder mehr Eingänge schnell sinnvoll.
USB ist für die meisten Recording-Setups eine flexible Wahl. Thunderbolt wird von bestimmten professionellen Systemen eingesetzt. Entscheidend sind die Kompatibilität mit deinem Computer, stabile Treiber, der benötigte Funktionsumfang und dein Workflow.
Viele Kondensatormikrofone und einige aktive Audiogeräte benötigen Phantomspeisung. Sie wird über den XLR-Signalweg bereitgestellt. Prüfe immer die Anforderungen des angeschlossenen Mikrofons oder Gerätes.
Loopback kann Computer-Audio intern wieder als Eingangssignal bereitstellen. Das ist besonders für Streaming, Podcasts, Tutorials, Sampling und Produktionen praktisch, bei denen Mikrofon- und Computer-Signale kombiniert werden.
Nicht zwingend. Ein USB-MIDI-Keyboard kann oft direkt mit dem Computer verbunden werden. DIN-MIDI am Interface wird besonders interessant, wenn Synthesizer, Drumcomputer oder andere klassische MIDI-Hardware in das Setup integriert werden sollen.
Das hängt vom Modell ab. Interfaces mit ADAT oder anderen digitalen Schnittstellen können sich häufig leichter erweitern. Wenn dein Homestudio wachsen soll, lohnt es sich, diese Anschlussreserve bereits beim ersten Kauf einzuplanen.
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