Welche Musik möchtest du spielen?
Notiere drei Songs oder Künstler, deren Klang du lernen möchtest. Die Musikrichtung ist der zuverlässigste erste Wegweiser.
Nylonsaiten, Stahlsaiten oder ein elektrisch verstärkter Sound: Die richtige Gitarrenart hängt nicht davon ab, welches Instrument vermeintlich am einfachsten ist. Entscheidend sind deine Lieblingsmusik, das gewünschte Spielgefühl, die erlaubte Lautstärke und das Zubehör, das du für dein vollständiges Setup benötigst.
Beginne bei den Songs, die du spielen möchtest. Erst danach solltest du dich mit Holzarten, Tonabnehmern, Mensuren und weiteren technischen Einzelheiten beschäftigen.
Wähle sie für Klassik, Unterricht, Flamenco, Fingerstyle und einen weichen Nylonsaitenklang.
Konzertgitarren entdecken
Wähle sie für Pop, Folk, Country, Singer-Songwriter, Akkordbegleitung und kräftiges Strumming.
Westerngitarren entdecken
Wähle sie für Rock, Blues, Funk, Punk, Jazz, Metal, Solos und einen vielseitig formbaren Sound.
E-Gitarren entdecken
Beantworte die Fragen in der angegebenen Reihenfolge. Dadurch wird aus einer großen Produktauswahl ein überschaubarer Vergleich.
Notiere drei Songs oder Künstler, deren Klang du lernen möchtest. Die Musikrichtung ist der zuverlässigste erste Wegweiser.
Konzertgitarren haben meist einen breiteren Hals. Western- und E-Gitarren fühlen sich häufig schmaler an, unterscheiden sich aber deutlich bei Korpus und Saitenspannung.
Akustikgitarren erzeugen ihren Klang ohne Technik. Eine E-Gitarre bleibt unverstärkt leise und kann über geeignete Geräte mit Kopfhörern gespielt werden.
Konzert- und Westerngitarren sind unmittelbar spielbar. Zur E-Gitarre gehören mindestens ein Verstärker oder Kopfhörersystem und ein Instrumentenkabel.
Jede Bauart kann ein geeignetes Anfängerinstrument und ein professionelles Werkzeug sein. Ihre Unterschiede liegen vor allem im Spielgefühl, in der Klangerzeugung und im typischen Einsatz.
Eine Konzertgitarre erzeugt einen weichen, runden und unmittelbaren Akustikklang. Ihre drei hohen Saiten bestehen aus Nylon; die tiefen Saiten besitzen einen umsponnenen Kern. Viele Spieler empfinden Nylonsaiten anfangs als angenehmer. Gleichzeitig verlangt der vergleichsweise breite Hals eine größere Reichweite der Greifhand.
Der größere Saitenabstand unterstützt klassische Spieltechniken, Fingerstyle und das saubere Anschlagen einzelner Saiten. Für Kinder und kleinere Erwachsene gibt es abgestufte Größen von 1/2 bis 4/4. Stahlsaiten dürfen nicht einfach auf eine Konzertgitarre aufgezogen werden, weil Konstruktion und Belastung dafür nicht vorgesehen sind.
Die Westerngitarre besitzt Stahlsaiten und klingt klar, brillant und durchsetzungsfähig. Sie prägt viele Pop-, Folk-, Country- und Singer-Songwriter-Aufnahmen. Beim kräftigen Anschlagen liefert sie ein breites Klangbild; beim Picking setzt sie einzelne Töne präzise und obertonreich um.
Dreadnought-Gitarren bieten häufig einen großen, druckvollen Korpus. Auditorium-, Orchestra-, Parlor- und Travel-Formen können kompakter und für kleinere Spieler angenehmer sein. Modelle mit Cutaway erleichtern das Erreichen hoher Bünde. Ein integrierter Tonabnehmer ist sinnvoll, wenn die Gitarre regelmäßig über Verstärker oder Beschallungsanlage gespielt werden soll.
Bei einer E-Gitarre nehmen magnetische Tonabnehmer die Saitenschwingung auf. Der eigentliche Klang entsteht im Zusammenspiel mit Verstärker, Lautsprecher und möglichen Effektgeräten. Dadurch reicht das Spektrum von klaren Clean-Sounds über Blues-Crunch bis zu stark verzerrten Rock- und Metal-Klängen.
E-Gitarren besitzen häufig dünnere Stahlsaiten, einen handlichen Korpus und einen schmaleren Hals. Singlecoils klingen oft offen und direkt, Humbucker meist voller und kräftiger. Kombinationen wie HSS oder HSH decken mehrere Klangrichtungen ab. Für leises Üben wird ein Verstärker, Multieffekt oder Kopfhörerverstärker mit passendem Kopfhörerausgang benötigt.
Die Tabelle hilft bei der ersten Einordnung. Innerhalb jeder Gitarrenart können Halsform, Größe, Gewicht und Ausstattung zusätzlich variieren.
Auf schmalen Displays lässt sich die Tabelle horizontal verschieben.
| Merkmal | Konzertgitarre | Westerngitarre | E-Gitarre |
|---|---|---|---|
| Saiten | Nylon, umsponnene Basssaiten | Stahl | Stahl, häufig dünnere Saitensätze |
| Halsgefühl | Meist breit und eher flach | Häufig mittelbreit | Je nach Modell schlank bis kräftig |
| Grundklang | Warm, weich und rund | Klar, brillant und akustisch kräftig | Durch Elektronik und Verstärker formbar |
| Typische Musik | Klassik, Flamenco, Fingerstyle | Pop, Folk, Country, Songbegleitung | Rock, Blues, Funk, Jazz, Punk, Metal |
| Raumlautstärke | Akustisch gut hörbar | Akustisch meist besonders präsent | Unverstärkt vergleichsweise leise |
| Zusatztechnik | Nicht erforderlich | Nicht erforderlich | Verstärker oder anderes Ausgabesystem erforderlich |
| Leises Üben | Nur begrenzt möglich | Nur begrenzt möglich | Über einen geeigneten Kopfhörerausgang sehr gut möglich |
| Bühnenbetrieb | Mit Mikrofon oder passender Abnahme | Besonders praktisch mit Tonabnehmer | Direkt über Verstärker, Modeling oder PA-System |
| Typischer Einstieg | Unterricht, Klassik und Nylonsaitenklang | Akkorde, Gesang und akustische Songs | Riffs, Bandmusik und flexible Sounds |
Zwei Gitarren derselben Warengruppe können sich sehr unterschiedlich anfühlen. Deshalb sollte nach der Wahl der Bauart immer die konkrete Passform geprüft werden.
Der Anschlagarm sollte locker aufliegen. Ein zu großer Korpus hebt die Schulter an und kann besonders bei Kindern oder kleineren Erwachsenen eine entspannte Haltung verhindern.
Eine kürzere Mensur verringert die Bundabstände. Halsbreite, Griffbrettradius und Profil bestimmen zusätzlich, wie sicher sich Akkorde und einzelne Töne greifen lassen.
Zu hoch liegende Saiten benötigen unnötig viel Kraft. Saubere Bundkanten, zuverlässige Mechaniken und eine fachgerechte Grundeinstellung erleichtern den Lernstart.
Plane nicht nur den Instrumentenpreis. Bei einer E-Gitarre gehören Verstärker und Kabel dazu; bei allen Gitarren können Tasche, Stimmgerät, Ständer und Ersatzsaiten sinnvoll sein.
Setze dich aufrecht hin, entspanne beide Schultern und greife Töne in den ersten fünf Bünden. Der linke Arm sollte nicht dauerhaft gestreckt sein und das Handgelenk darf nicht stark abknicken.
Spiele einen einfachen Akkord, mehrere einzelne Töne und wiederhole den Test nach dem Stimmen. Achte auf Schnarren, ungewöhnlich hohe Greifkraft und Mechaniken, die sich nur ruckartig bewegen lassen.
Motiviert dich Klang und Spielgefühl dazu, die Gitarre noch einige Minuten weiterzuspielen? Diese spontane Reaktion ist häufig aussagekräftiger als ein langes Datenblatt.
Bei Konzertgitarren stehen viele abgestufte Größen zur Wahl. Kompakte Western- und Shortscale-E-Gitarren können ebenfalls geeignet sein. Körpergröße und Armlänge sind wichtiger als eine starre Altersangabe.
Eine E-Gitarre ist unverstärkt leise. Über einen geeigneten Übungsverstärker oder Kopfhörerverstärker lässt sie sich kontrolliert abhören. Eine Westerngitarre bleibt auch ohne Verstärkung deutlich hörbar.
Der klare Stahlsaitenklang setzt sich beim Singen gut durch. Für einen weicheren, intimeren Charakter kann eine Konzertgitarre die passendere Begleitung sein.
Lautstärke, Verzerrung und Effekte lassen sich an das Zusammenspiel mit Bass und Schlagzeug anpassen. Ein geeigneter Verstärker ist Bestandteil des Instrumentsystems.
Konzertgitarren bieten viel Platz für die Anschlagshand. Moderne Fingerstyle-Spieler nutzen zugleich häufig Westerngitarren, wenn ein brillanter und perkussiver Klang gewünscht ist.
Probiere beide Haltungen ohne Vorentscheidung. Wird links angeschlagen, ist ein echtes Linkshändermodell meist sinnvoller als ein nur umgedreht besaitetes Instrument. Konzertgitarren für Linkshänder bieten dafür passende Konstruktionen.
Die Modelle zeigen klassische Vollgrößen, kompakte Lösungen, bühnentaugliche Akustikgitarren und vielseitige E-Gitarren. Ausstattung und technische Daten stehen auf der jeweiligen Produktseite.
Vergleiche konkrete Produkte erst innerhalb der Gitarrenart, die zu deinem Klangziel passt. Dadurch bleiben Korpus, Saiten, Elektronik und notwendiges Zubehör sinnvoll vergleichbar.
Nach der Entscheidung für eine Gitarrenart kannst du gezielt nach Größe, Korpusform, Saitenzahl oder vollständigem Set weitergehen.
Modelle ohne Tonabnehmer konzentrieren sich auf rein akustisches Spielen. Für Bühne, Proberaum oder direktes Recording kann eine elektroakustische Ausführung sinnvoll sein.
Saiten, Tasche und weiteres Zubehör müssen zur Bauform passen. Nylon-, Western- und E-Gitarrensaiten sind nicht untereinander austauschbar.
Ein Clip-Stimmgerät funktioniert bei allen drei Gitarrenarten. Der Ersatzsaitensatz muss ausdrücklich für das jeweilige Instrument vorgesehen sein.
Tasche oder Koffer müssen zur Korpusform passen. Ein stabiler Gitarrenständer hält das Instrument griffbereit und schützt es vor vermeidbaren Stürzen.
Mindestens ein passender Verstärker und ein Instrumentenkabel werden benötigt. Effekte können das Setup später gezielt um zusätzliche Klangfarben erweitern.
Gurt und Plektrum beeinflussen Haltung und Anschlag. Ein Kapodaster erleichtert das Transponieren bekannter Akkordformen und muss zur Wölbung des Griffbretts passen.
Das Instrument sollte zur gewünschten Musik passen. Ein Rockfan kann direkt auf einer E-Gitarre beginnen.
Sie fühlen sich oft weicher an, doch der breite Hals einer Konzertgitarre kann für kleine Hände anspruchsvoller sein.
Klang ist nur ein Teil der Entscheidung. Ein kompakter Korpus kann bequemer sein und dadurch zu besserer Spieltechnik führen.
Passive E-Gitarren benötigen einen Verstärker, Kopfhörerverstärker oder ein anderes geeignetes Gerät zwischen Gitarre und Kopfhörer.
Farbe und Form dürfen motivieren. Größe, Saitenlage und Greifkomfort bleiben jedoch für regelmäßiges Üben entscheidend.
Ein gut passendes Grundinstrument ist wertvoller als zahlreiche Schalter, Effekte oder Extras, deren Funktion noch nicht benötigt wird.
Das Musikhaus-Korn-Team unterstützt dich bei der Wahl der Gitarrenart, der passenden Größe und einer vollständigen Grundausstattung. Auch Einstellung, Wartung und Reparatur können bei der langfristigen Nutzung eine wichtige Rolle spielen.
Das hängt von Musikziel, Handgröße und Spielgefühl ab. Nylonsaiten fühlen sich häufig weicher an, während E-Gitarren oft einen schmaleren Hals und dünnere Saiten besitzen. Am leichtesten fällt meist das Lernen auf dem Instrument, dessen Klang wirklich motiviert.
Ja. Für Rock, Blues, Punk, Funk oder Metal ist die E-Gitarre ein direkter und sinnvoller Einstieg. Benötigt werden zusätzlich ein Verstärker oder vergleichbares Ausgabesystem und ein Instrumentenkabel.
Eine kürzere Mensur und ein kompakter Korpus können helfen. Prüfe 3/4- oder 7/8-Konzertgitarren, kleinere Westernformen sowie Mini- und Shortscale-E-Gitarren. Die Halsbreite sollte immer praktisch ausprobiert werden.
Eine unverstärkte E-Gitarre ist deutlich leiser als eine Akustikgitarre. Für einen vollständigen Klang wird sie über einen geeigneten Verstärker, Kopfhörerverstärker oder ein Effektgerät mit Kopfhörerausgang gespielt.
Viele Einsteiger empfinden Nylonsaiten zunächst als weicher. Gleichzeitig ist der Hals einer Konzertgitarre meist breiter. Deshalb kann eine E-Gitarre mit passender Saitenlage für manche Hände komfortabler sein.
Das ist normalerweise keine sinnvolle Umrüstung. Konstruktion, Steg, Sattel und Mechaniken sind auf Stahlsaiten ausgelegt. Für Nylonsaitenklang sollte eine passende Konzert- oder Crossover-Gitarre gewählt werden.
Nein. Sie bleibt eine akustische Stahlsaitengitarre und erzeugt ihren Grundklang über den Resonanzkorpus. Der eingebaute Tonabnehmer ermöglicht zusätzlich die Weitergabe an Verstärker, Mischpult oder Aufnahmegerät.
Für klare, rhythmische Pop- und Folk-Begleitung ist die Westerngitarre besonders verbreitet. Eine Konzertgitarre klingt weicher und intimer. Bei Rock- oder Bandarrangements kann die E-Gitarre die passendere Begleitung liefern.
S steht für Singlecoil, H für Humbucker. SSS liefert häufig klare, direkte Sounds; HH wirkt meist voller und kräftiger. HSS und HSH verbinden unterschiedliche Tonabnehmerarten und ermöglichen eine breitere Klangpalette.
Häufig wird eine Konzertgitarre in 1/2, 3/4 oder 7/8 gewählt, weil viele Größen verfügbar sind. Kinder können jedoch ebenso mit einer kompakten E- oder Westerngitarre beginnen, wenn Musikziel, Mensur und Korpusgröße dazu passen.
Konzert-, Western-, E-Gitarren, Bässe und wichtige Unterkategorien über einen gemeinsamen Einstieg erreichen.
Instrument und grundlegendes Zubehör in abgestimmten Konzert-, Western- oder E-Gitarren-Sets vergleichen.
Übungscombos und weitere Lösungen für Wohnung, Unterricht, Proberaum, Recording und Bühne auswählen.
Saiten, Stimmgeräte, Taschen, Ständer, Gurte, Kabel und Pflegeprodukte an die gewählte Gitarre anpassen.
Wähle eine Konzertgitarre für Nylonsaiten, klassischen Unterricht und warmen Fingerstyle-Klang, eine Westerngitarre für brillante akustische Songbegleitung und eine E-Gitarre für Rock, Blues, Metal sowie flexibel verstärkte Sounds. Prüfe anschließend Größe, Hals, Saitenlage und das benötigte Zubehör an einem konkreten Modell.
Die beste Gitarre ist nicht die Bauart mit dem vermeintlich leichtesten Ruf. Es ist das Instrument, das bequem in der Hand liegt, den gewünschten Klang liefert und dich regelmäßig zum Spielen motiviert.